Angebote, verschiedene Wege und Lösungen


Oftmals ist es für zerstrittene Eltern schwierig, die Betreuung ihres Kindes  einvernehmlich zu regeln. Das Zerwürfnis und die gegenseitigen Verletzungen sind einfach zu gross und verunmöglichen eine konstruktive Lösungsfindung. Diesen Konflikten sind die Kinder vielfach wehrlos ausgeliefert und werden zum Teil auch in diese Auseinandersetzungen mit hinein gezogen.

In der kinderzentrierten Mediation stehen dem Kindeswohl verpflichtende, lösungsorientierte Gespräche im Zentrum. Dabei werden nachhaltige, kinderorientierte Kooperationen durch die Eltern entwickelt und Veränderungsprozesse, auch bei langjährig hochzerstrittenen Eltern, ermöglicht.


ist ein klar strukturiertes Verfahren der Mediation. Es ist geeignet für schwerwiegende Organisations- und Arbeitsplatzkonflikte, aber auch für Konflikte in der Familie und in anderen Zusammenhängen.

Konflikte am Arbeitsplatz verursachen vielfältige Kosten an Zeit, Geld und Nerven: Misslingende Arbeitsergebnisse, unproduktive Arbeitszeit, fehlende Entwicklungsdynamik, hoher Krankenstand, Motivationsverlust, Resignation und innere Kündigung von Mitarbeitenden sind einige der typischen Folgen von eskalierenden oder verdeckten Konflikten.

Klärungshilfe ist sinnvoll

  • wenn langwierige und komplexe Auseinandersetzungen die gemeinsame Arbeit beschädigen
  • wenn Führungskräfte ihrer Verantwortung für Konfliktmanagement in ihrem Zuständigkeitsbereich nicht mehr allein gerecht werden können
  • wenn die Bereitschaft besteht, sich gemeinsam mit schwierigen Tatsachen, Gefühlen und Beziehungen auseinanderzusetzen
  • wenn alle vom Konflikt betroffenen Personen zur Teilnahme an der Klärung bewegt werden können
  • und wo die Konfliktbeteiligten auch in Zukunft kooperieren wollen oder müssen

Klärungshelfer/innen als professionelle und allparteiliche Konfliktbegleiter/innen sorgen für einen geschützten Raum. Sie regen die Selbstklärung der Konfliktbeteiligten an, fördern und strukturieren den Dialog, unterstützen bei der Lösungssuche und helfen, die Ergebnisse zu sichern.

Die Klärung bietet – im Interesse nachhaltiger Lösungen – Raum und Unterstützung für die Verständigung über die Geschichte eines Konflikts und über die mit dem Konflikt verbundenen starken Gefühle. Durch Selbstklärung der Konfliktbeteiligten und den „Dialog der unterschiedlichen Wahrheiten“ kann gemeinsames Verstehen der Tatsachen und Missverständnisse, der gegenseitigen Erwartungen, der Emotionen und Verletzungen, der eingeschliffenen Handlungsmuster und Blockierungen wachsen.

Erst danach ist die moderierte eigenverantwortliche Suche der Konfliktbeteiligten nach Lösungen und Vereinbarungen möglich.
Klärung bedeutet: „Vergangenheit verstehen, Gegenwart klären, Zukunft planen“ (Christoph Thomann).


oder Familien-Gruppen-Konferenz ist ein aus Neuseeland stammendes Konfliktlösungsverfahren, welches in der sozialen Arbeit angewendet wird. Das Besondere an der Idee des Familienrats ist, dass die Erarbeitung von Lösungen bei schwierigen familiären Situationen in die Hände der Familie gelegt wird und sich dabei Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf Augenhöhe begegnen. Es wird auf ein Netz von Personen aus ihrem sozialen Umfeld (Verwandte, Freunde, Nachbarn, Vereine, Schule, Fachleute usw.) zurückgegriffen, während sich die  Fachkräfte darauf beschränken, das Verfahren anzuregen, zu unterstützen und die erarbeiteten Lösungen zu überprüfen.

gRUNDIDEE:
  • Eine Familie ist in einer schwierigen Situation in der Lage, eigene Ideen und Lösungen für eine gute Zukunft zu erarbeiten und umzusetzen. Dafür aktiviert sie ein eigenes Netzwerk und lädt zum Familienrat ein. 
  • Die Rechte von Kindern und Jugendlichen werden durch ihre Teilnahme praktisch verwirklicht.
  • Mit den Ideen, Möglichkeiten und Ressourcen aller Beteiligten im Familienrat wird ein konkreter und verbindlicher Plan für die Zukunft erstellt. 
  • Für eine erfolgreiche Umsetzung des Familienrats unterstützen speziell in dieser Funktion geschulte und unabhängige Koordinator/Innen die Familie bei der Vorbereitung und Durchführung.
  • Grundvoraussetzung ist die Bereitschaft zur Zusammenarbeit

Geeignete Felder sind beispielsweise

  • Kinder- und Jugendhilfe
  • Schulsozialarbeit
  • Jugendzentren, offene Jugendarbeit
  • Alten- und Krankenpflege (Pflege von Angehörigen regeln)
  • Kindertagesstätten, Horte
  • Kirchen
  • Vereine und Verbände
  • Wohnheime für Kinder/Jugendliche
  • Jugendgericht
  • Familienhilfe und KESB

Das könnten geeignete Themen für einen Familienrat sein

  • Betreuung eines Angehörigen (Betreuung, Pflege, Unterstützung)
  • Reintegration nach Heimaufenthalt oder Strafvollzug
  • Zusammenarbeit Schule-Eltern-Kind(Schulverweigerung, Delinquenz, Probleme mit Hausaufgaben, etc)
  • Erkrankung eines Elternteils, Sorgerechts-und Betreuungsfragen
  • Finanzielle Probleme
  • Berufliche Wiedereingliederung
  • Überforderungssituation der Eltern
  • Verhaltensauffälligkeiten/Entwicklungsauffälligkeiten der Kinder
  • Akute Krisensituationen (Selbstverletzungen, Suchtverhalten, Delinquenz)
  • Schul- und Leistungsprobleme
  • Problemstellungen in der Schulsozialarbeit
  • Sorgerechts- und Besuchsrechtsfragen
  • Eltern- und Paarkonflikte

(Quelle: fairaend.de und vestrum.net)


bringt Menschen, die vor und um 1981 fremdplatziert oder administrativ versorgt worden sind und ihre ehemaligen Institutionen zusammen. Menschen, die sich heute noch stark mit ihrer Vergangenheit identifizieren und sich damit noch nicht versöhnen konnten oder durften.


sind eine von Josef Riederle für die Jungen*arbeit entwickelte bewegungs- und erlebnisorientierte Methode, welche sich für die Selbstbehauptung und Gewaltprävention als ebenso motivierend wie wirkungsvoll erwiesen hat.

In verschiedenen Übungen, Ritualen und Spielen werden Achtsamkeit, Wahrnehmung von Grenzen sowie der „innere Schiedsrichter“ trainiert.

In Jungs-Gruppen (idealerweise 6 -12) werden Werte und Verhalten entwickelt, welche für Spiel, Kampf aber auch im allgemeinen Umgang wichtig sind. Ein paar Beispiele:

  • Fairplay
  • Respekt
  • Spass geht vor
  • miteinander Kämpfen, nicht gegeneinander
  • Siege feiern, ohne Abwertung des Unterlegenen

Die Methode der Kampfesspiele® eignet sich bestens für den Schulkontext während mehreren Einheiten im Sportunterricht (Doppellektionen).


Peer-Mediation ist eine pädagogische Methode, um Konflikte zwischen Gleichaltrigen, sogenannten Peer-Groups, aufzuarbeiten und zu lösen.

Diese Methode befähigt Schülerinnen und Schüler, ihre Konflikte selbständig und konstruktiv zu lösen. Sie basiert auf der Haltung der Mediation und der Erfahrung, dass Schüler oder Jugendliche gleichen Alters untereinander – in der sogenannten Peer-Group – oft einfacher miteinander sprechen können, als mit Lehrern, Erziehern oder der Schulleitung.
Um die Peer-Mediation an einer Schule anwenden zu können, müssen vorab geeignete Schüler zu sogenannten „Peers“ oder Streitschlichtern ausgebildet werden. Dies erfolgt auf freiwilliger Basis.

Während der Ausbildung zum streitschlichtenden Peer eignen sich Schüler nebst der Methodik auch soziale und emotionale Kompetenzen an. Sie lernen Verantwortung zu übernehmen und demokratische Entscheidungen zu treffen. Die Peer-Mediator/innen werden dadurch in ihrer Persönlichkeitsentwicklung gestärkt und entwickeln und erweitern ihre Konfliktfähigkeit. Darüber hinaus können durch die Ausbildung und die konfliktregelnden Tätigkeiten auch der Selbstwert und die Selbstwirksamkeitserfahrungen der Jugendlichen gesteigert werden.

Die Installation der Peer-Mediation an Schulen findet auf zwei Ebenen statt.

Ausbildung von Schülerinnen und Schülern zu Peer-Medianden. Sowie die Schulung von Lehrpersonen zu Peer-Coaches. Sie begleiten die Peers am Schulstandort, unterstützen in Form von Fallbesprechung, etc. und stehen bei Fragen und Anliegen zur Verfügung.